MS11-Jugendboot: Neuer Prototyp erfolgreich erprobt

Jugend & Sport
Das in die Jahre gekommene MS11-Jugendboot ist umfassend modernisiert worden.
Das erste Boot einer neuen Generation: Der Prototyp des ersten neuen MS11-Jugendbootes überzeugte auf den Probefahrten.

Die quirligen Dreikantfeilen der MS11-Jugendbootklasse erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit. Die Szene der mit 15 PS Außenbordern angetriebenen Boote ist aktiv und die spannenden Match-Races über anspruchsvolle Slalom-Parcours erfreuen sich bei den Jugendlichen und den Zuschauern großer Beliebtheit.

 

Die quirligen Dreikantfeilen werden im Match-Race nach dem KO-Prinzip gefahren und haben eine aktive Szene.

Bestandsflotte verschlissen – Modernisierung angezeigt

Doch die Flotte der MS11 Jugendboote, die von Landesverbänden und Vereinen vorgehalten wird, ist in die Jahre gekommen und zahlreiche Boote sind deutlich verschlissen. Zeit, über eine Neuauflage nachzudenken und die Chance, den Bootstyp im Detail zu verbessern und zu überarbeiten.

So wurde nach eingehender Prüfung, der Einholung mehrerer Angebote und intensiver Beratungen unter der Federführung der Landesverbände Motorbootsport Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen die Bootswerft Hübner in Dettenheim ausgewählt, um den Prototypen einer neuen Generation von MS11-Booten zu bauen. 

Auf der Bootswerft Hübner wurde der Prototyp gebaut und im Vergleich zum Vorgänger in vielen Details optimiert.

Modernisierung im Detail

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und der Prototyp im DMYV-Orange begeisterte bei den ersten Testfahrten Fahrerinnen und Fahrer. Durch den gezielten Einsatz hochfester aber gewichtsparender Sandwichbauweise, statt schwerem Volllaminat und gezielterem Materialeinsatz konnten satte 30 Kilogramm Gewicht beim Bau des Rumpfes eingespart werden. Zudem wurde der Gewichtsschwerpunkt verändert, indem die Batterie aus dem Heck ins Vorschiff wanderte, was die Fahreigenschaften verbesserte. Das Boot kommt schneller ins Gleiten und gräbt sich an den Wendebojen nicht mehr so ein, wie die Vorgänger. Auch die Bedienung wurde verbessert: Die Einstellung von Sitz und Gaspedal kann jetzt von den Fahrern alleine und selbstständig in wenigen Sekunden vorgenommen werden, was den Fahrerwechsel im Boot erleichtert und verkürzt.

Auch der Mercury-Motor ist neu, die Lenkmechanik wurde verbessert.

Neue Mercury-Motoren am Heck

Neben dem Boot selbst stand auch beim Antrieb eine Veränderung an: Das neue Boot wird jetzt mit einem 15 PS-Außenborder des neuen Motoren-Partners des DMYV Mercury angetrieben. Der Lenkflügel besteht jetzt statt aus Metall aus Carbonfaser und Kevlar, für die Lenkseile werden statt Draht vorgereckte extrem dehnungsarme Carbonfaserleinen aus dem Regattasport verwendet, die sich ohne Werkzeug und Aufwand über Schot-Klemmen ebenfalls aus dem Segelsport im Nu einstellen lassen. 

Umweltschonender Betrieb

Derzeit werden die Boote mit Verbrennern betrieben, aber auch hier achtet der Jugendsport auf maximale Umweltverträglichkeit: So werden die Boote mit schadstoffarmen Alkylatbenzin des Herstellers Aspen betrieben, das bis zu 99 Prozent weniger schädliche Kohlenwasserstoffe in den Abgasen enthält, frei ist von Benzol, deutlich geringere Schadstoffbestandteile hat als handelsüblicher Otto-Kraftstoff. Mittelfristig können die MS11-Boote auch auf die elektrischen Mercury-Außenbordmotoren umgerüstet werden.

Testfahrten erfolgreich absolviert

Nach den ersten Testfahrten mit dem neuen Boot waren die Reaktionen eindeutig: „Die Fahrerinnen und Fahrer waren begeistert und bestätigten, dass sich das Boot fahrerisch und funktional in jeder Hinsicht verbessert hat“, so Peter Haag, Vizepräsident des Landesverbands Baden-Württemberg und Mitglied der Planungsgruppe rund um den Neubau nicht ohne Stolz. 

Der MS11 Prototyp soll beim DMYV-Verbandstag in Heidelberg ausgestellt werden. Infos zu Bestellungen für neue Boote für Vereine und Landesverbände über jugendsport(at)dmyv.de 


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